Die Porta Pìspini ist ein mächtiger, imposanter Bau aus dem 14. Jh., der nach dem Vorbild der Porta Romana gebaut wurde und so ein Tor mit Vorhof zeigt.
Jenseits dieses Tors befindet sich an der via Baldassare Peruzzi die Bastion San Viene, die ihren Namen vom zweiten Namen der Porta Pispini erhält, d.h. Porta S. Viene, denn durch dieses Tor gelangten im Jahre 1107 die Reliquien des Hl. Ansanus nach Siena.
Die Bastion S. Viene wurde zwischen 1527 und 1532 nach einem Entwurf von Baldassare Peruzzi errichtet und ist ein bemerkenswertes Beispiel für die damals als modern bezeichnete Militärarchitektur, d.h. sie war darauf ausgerichtet, Kanonen aufzunehmen und eventuellen Schüssen von Feuerwaffen der Angreifer besser widerstehen zu können.
Das Bollwerk ist herzförmig und durch eine zusätzliche gedeckte Befestigung geschützt; es zeigt auf jeder der beiden Schmalseiten drei übereinanderliegende Reihen von Schießscharten, hinter denen Feuerwaffen aufgestellt werden konnten.