Wo heute diese schöne, Kirche S. Maria di Provenzano steht, befanden sich einst die Häuser von Provenzano Salvani, dem Sieneser Capitano gibellinischer Gesinnung, der mehrfach bei Dante Erwähnung findet. An der Fassade eines dieser Häuser befand sich eine bemalte Terrakottastatue der Muttergottes mit Kind.
In der Mitte des 16. Jhs. schoss ein Spanischer Soldat mit seiner Hakenbüchse auf die Skulptur, die zerbarst bis auf die Büste der Madonna, die unversehrt blieb; dies wurde als Wunder interpretiert, und 1594 wurde dieser weite, feierliche Sakralbau nach Entwurf Flaminio del Turcos errichtet.